|

weitere Bilder
Die Bildergalerie des SV Emstek finden Sie hier.
Ein einmaliges Erlebnis war die Abschlussfahrt unser B- und C-Juniorinnen über Pfingsten (22.05.-24.05.2010) nach Emstek – im Herzen des Oldenburger Münsterlandes (…rund 50 km vor Bremen). Hier hatte der heimische SV, in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk und der Edith-Stein-Stiftung, zu einem besonderen und höchst attraktiven Turnier eingeladen. Hieran nahmen 12 Mannschaften aus 12 verschiedenen Bundesländern von Deutschland teil, wir vertraten also Rheinland-Pfalz. Wobei die Schwerpunkte des Turniers nicht nur auf dem Fußball, sondern insbesondere auch auf der Integration ausländischer Spielerinnen bzw. der Suchtprävention (…während des gesamten Turnieres wurde kein Alkohol angeboten – dafür aber eine alkoholfreie Cocktail-Bar) lag.
So machten wir uns also an Pfingstsamstag mit 30 Personen (19 Spielerinnen, 5 Betreuer, 2 Betreuer-Frauen und 4 Geschwister-Kinder) auf den Weg Richtung Norden, wobei die 5-stündige Fahrt (mit dem Bus der Fa. Oster aus Weißenthurm) stimmungsvoll und entspannt verlief.
Die tolle Organisation vor Ort wurde bereits bei Ankunft durch das aufgeschlagene „Festzelt“ und die Gastfreundschaft des Jugendleiters Martin Bergfeld und seiner zahlreichen Mitstreiter/innen sichtbar. Nach Einrichten der Schlafstätten ging es zum Abendessen in das Zelt, wo jeweils rund 250 Essen (Partyservice-Qualität) pro Mahlzeit ausgegeben wurden. Es folgte der Eröffnungsabend, wo alle Mannschaften begrüßt wurden und sich anschließend selbst vorstellen durften. Wir waren als erstes dran und konnten dank des hervorragenden Vortrages unserer Melli (Mannheim) und dem ersten „Ausrufezeichen“ (wird von B-Kapitänin Jana Lisa Geisen vorgeschrien und anschließend von der Mannschaft ohrenbetäubend laut wiederholt!) viel Applaus ernten. Hier wurde uns dann nicht nur optisch, sondern auch akustisch schnell bewusst, aus wie vielen verschiedenen Himmelsrichtungen die Teams angereist waren. Bayern, Saarländer, Sachsen, Berliner… unterschieden sich doch arg in ihrer sprachlichen Vortragsweise. Bis zum Eintritt der Dunkelheit wurde der Rasenplatz im Stadion getestet bzw. das weitläufige Terrain erkundet. Um anschließend doch mal in die Zelt-Disco reinzuschnuppern, die anfänglich nur durch ein paar Mädels aus Jena besucht war. Jana Lisa und Sophie (Heyer) wagten dann als Erste den Schritt, die Mannschaftsgrenzen zu sprengen und mischten sich unter die Thüringer. Was der Startschuss für fast alle anderen Rübenacher Mädels und Mitgereiste war. Bis halb eins in der Nacht wurde dann zusammen getanzt, gesungen, geschrien und Party gemacht. Eine Freundschaft war also bereits nach wenigen Stunden entstanden.
Die Nacht war kurz und am Pfingstsonntag stand, nach dem Frühstück (…wie alle Mahlzeiten im Zelt kostenlos!!!) das Turnier auf dem Programm. Hier war uns von vorneherein klar, dass wir mit unseren dominanten C-Mädchen-Jahrgängen und der teils höherklassigen Konkurrenz nicht mithalten können. Doch unsere Mannschaft schlug sich mehr als tapfer und so stand am Ende 1 Sieg, 2 Unentschieden und 2 Niederlagen mit einer insgesamt ausgeglichenen Tordifferenz zu Buche. Mit Platz 8 hatten wir somit unser Ziel, mit einen einstelligen Turnierplatz abzuschließen, erreicht. Das Endspiel bestritten der FC Internationale Berlin (Verbandsliga) und der Bundesliga-Nachwuchs vom FF USV Jena (Landesliga). Wobei die Mannschaft aus Jena natürlich den ganzen Tag von unserem Team angefeuert wurde, was diese gerne mit eigenen Sprechchören (…gebt mir ein K – O – B – L – E – N – Z) honorierten. Am Ende behielten aber die Berliner mit einem knappen 1:0 Erfolg die Oberhand, was der Truppe aus der Bundeshauptstadt aber natürlich auch zu gönnen war. Nach dem Abendessen folgte dann die stimmungsvolle Siegerehrung mit vielen „Ausrufezeichen“ / „Ausrufezeichen“ und inzwischen auch Sprechchören aus anderen Regionen des Zeltes („Berlin, Berlin – der Sieger heißt Berlin“). Der Abend sollte dann noch eine unangenehme Überraschung parat haben. Eine unserer Mädels, Melissa (Antoniadis), brach sich bei einem Barfuß-Fußballspiel einen Zeh, so dass wir zwei Stunden Bekanntschaft mit dem Krankenhaus in Cloppenburg machen durften (…hier auch noch einmal ein besonderes DANKE an den Jugendleiter Martin Bergfeld für den Fahrdienst!). Nach dem die Tränen getrocknet und der Zeh wieder gerichtet war (Gute Besserung, Melissa!), ging es jedoch direkt zurück nach Emstek in das Zelt, wo die nächste Disco im Gange war. Und Teil zwei der Städe-Freundschaft JENA/KOBLENZ ausgelebt wurde. An diesem Abend waren jedoch auch noch andere Teams dabei, wie z.B. die Sympathieträger aus Bayern vom SV Mering (…die eine Einladung für das nächste Jahr avisierten!). Gegen Mitternacht wurde dann ein HAPPY BIRTHDAY für unsere Jaqueline (Bersch) gesungen, die auch mit dem ein oder anderen Geschenk bedacht wurde. Und so endete der offizielle Teil mal wieder gegen halb eins in der Früh.
Auch diese Nacht sollte sehr kurz werden, und so sahen die Gesichter am Pfingstmontag doch schon nicht mehr ganz so entspannt aus. Nach dem Frühstück war Packen angesagt, und nach einem kurzen ökumenischen Wortgottesdienst mit Jugendchor ging es dann gegen 10.30 Uhr auf die Rückfahrt. Die, wegen einer Spiegelpanne unseres Busses, noch eine halbe Stunde länger als geplant dauern sollte und den ein oder anderen humoristischen Zug in das Bus-Innenleben brachte. So erreichten wir Rübenach kurz nach 15.30 Uhr, wo wir nach einem letzten Mannschaftskreis und einem dreifachen „Ausrufezeichen“ auseinandergingen.
Abschließend heißt es DANKE zu sagen, an
• die Verantwortlichen in Emstek – Ihr ward SUPER-GASTGEBER!!!
• unsere Sponsoren, durch die die Fahrt für alle Mädels bezahlbar blieb:
SPARKASSE KOBLENZ
Firma deratex
LOTTO Stiftung
Fördergemeinschaft des FV Rübenach
Fußballverband Rheinland
• an unsere Mädels, die mal wieder durch ihr respektvolles Verhalten bewiesen haben, dass solche Touren mit unserer Mannschaft problemlos möglich sind
• an unsere Trainer, Betreuer, -Frauen, die alle und auf verschiedenste Art und Weise zum Gelingen dieser Tour beigetragen haben
• an unseren Jugendleiter Michael Hoffmann, der einen Großteil des organisatorischen Aufwands geleistet hat und durch den wir überhaupt erst auf dieses Turnier aufmerksam geworden sind
Mal sehen, wo es uns im nächsten Jahr hin verschlägt!
Jürgen Mohrs
|